Journalismus
Mein Name ist Martín Steinhagen, ich arbeite als freier Journalist in Frankfurt am Main. Ich bin Autor im Investigativ-Ressort von DIE ZEIT.
Zu meinen Schwerpunkten gehören Recherchen zur extremen und militanten Rechten, Polizei und Justiz.
Im April 2021 ist mein Buch „Rechter Terror: Der Mord an Walter Lübcke und die Strategie der Gewalt“ im Rowohlt Verlag als Paperback, E-Book und Hörbuch erschienen. Weitere Informationen gibt es hier.
Gemeinsam mit Adrian Oeser und Ulrike Bremer habe ich zwei Dokumentarfilme realisiert: Für arte „Die Legende vom Einzeltäter: Rechter Terror in Europa“ (56 Min., Erstausstrahlung: 3. März 2020, 20.15 Uhr) und für die ARD „Tödlicher Hass: Der Mordfall Walter Lübcke“ (45 Min., Erstausstrahlung: 8. Juni 2020, 22:30 Uhr).
Meine Texte sind unter anderem in der ZEIT, in der Frankfurter Rundschau, in den Blättern für deutsche und internationale Politik, der Jüdischen Allgemeinen und im The Austin Chronicle erschienen.
Eine Auswahl meiner Arbeiten finden Sie hier, auf meinem Autorenprofil bei der ZEIT und in meinem Torial-Portfolio.
Countdown zum Umsturz: Sie sammelten sich um einen Mann mit Adelstitel. Sie glaubten, sie seien berufen, ein neues Deutschland zu schaffen. Sie hatten Waffen, gründeten Kompanien und sahen für Verräter die Todesstrafe vor: Wie wahnhaft die Gruppe aus „Reichsbürgern“ und Verschwörungsideologen um Prinz Reuß wirklich dachten – und wie weit ihre Vorbereitungen schon gediehen waren. Recherche im Team (Dossier, DIE ZEIT, 19/2023). English translation available. Weitere Recherchen zum Thema: Zwischen Stethoskop und Staatsstreich, AfD-Abgeordnete führte Terrorverdächtige durch den Bundestag, Der Crash-Prophet und die Putischsten.
Wieso fehlen 86 Tote in den Zahlen?: Das Problem rechter Gewalt wächst, doch die Behörden unterschätzen die Gefahr. Unsere Langzeitrecherche zeigt: Es sind weit mehr Opfer, als die Statistiken angeben.
Walter Lübckes letzte Nacht: Wie die Ermittler den Mord an dem Regierungspräsidenten von Kassel rekonstruieren (DIE ZEIT, 23/2020). Aus dem Tritt: Ahmed I. hat einen Messerangriff auf offener Straße knapp überlebt, verdächtig ist der mutmaßliche Lübcke-Mörder – eine Begegnung. Weitere Recherchen zum Thema, u.a.: Die Waffen des Stephan E., Mutmaßlicher Mörder übte bei Reservisten das Schießen, „Ich hätte es nicht tun dürfen“. Berichte aus dem Prozess vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main: „Komm, Papa, wach auf!“, Das Geständnis, das keines mehr sein soll.
Rechtes vom Rittergut: Schnellroda in Sachsen-Anhalt ist Treffpunkt der Neuen Rechten um Verleger Götz Kubitschek. Das sorgt für Umsatz im Dorf, für „Ja, aber“-Debatten und Familienkonflikte. Wie finden das die Bewohner?
Die Scheinriesen: Sie wollen als neue Jugendbewegung erscheinen. Deswegen reist ein kleines Grüppchen „Identitärer“ durchs Land. Wer steckt dahinter? Eine Recherche mit Kai Biermann, Philip Faigle, Astrid Geisler und Karsten Polke-Majewski.
Das NSU-Netzwerk: Der „Nationalsozialistische Untergrund“ mordete nirgends so schnell hintereinander wie in Dortmund und Kassel. Hatten sie Helfer? Eine Spurensuche.
Buchbeiträge
Für den Sammelband Staatsgewalt: Wie rechtsradikale Netzwerke die Sicherheitsbehörden unterwandern (Herder, 2023) habe ich über den Prozess gegen einen ehemaligen Bundeswehrsoldaten berichtet, der einen rechtsterroristischen Anschlag vorbereitet haben soll. Herausgegeben von: Heike Kleffner und Matthias Meisner.
Für Recht gegen rechts – Report 2023 (Fischer, 2023) habe ich einen Text über den Prozess um die Tatwaffe beim Attentat auf Walter Lübcke beigesteuert. Herausgegeben von: Nele Austermann, Andreas Fischer-Lescano, Heike Kleffner, Kati Lang, Maximilian Pichl, Ronen Steinke, Tore Vetter.
Für Recht gegen rechts – Report 2022 (Fischer, 2022) habe ich über den Prozess um den Mord an Walter Lübcke und den Mordversuch an Ahmed I. geschrieben. Herausgegeben von: Nele Austermann, Andreas Fischer-Lescano, Heike Kleffner, Kati Lang, Maximilian Pichl, Ronen Steinke, Tore Vetter.
Für das Sachbuch Rückhaltlose Aufklärung? (VSA, 2019) habe ich den Beitrag „Aufklärung in hessischen Verhältnissen: Der NSU-Untersuchungsausschuss in Wiesbaden“ verfasst. Ein kurzer Auszug daraus ist in der Frankfurter Rundschau erschienen.
Gemeinsam mit Nadja Erb und Danijel Majic habe ich aus der gleichnahmigen Serie der Frankfurter Rundschau das FR-Buch Die Mythen der Rechten (Societäts Verlag, 2017) konzipiert und den Text „Stundenlohn fürs Steinewerfen“ beigesteuert.