Rechter Terror: Der Mord an Walter Lübcke und die Strategie der Gewalt

Rechter Terror: Der Mord an Walter Lübcke und die Strategie der Gewalt. Foto: peter-juelich.com
Der Mord an Walter Lübcke ist weder als Zufall noch als Einzelfall erklärbar. Wie unter einem Brennglas zeigt das Attentat die gegenwärtige Dynamik des rechten Terrors in Deutschland.

Das Buch erzählt die Geschichte des Opfers, des Täters, der Tat und beleuchtet das gesellschaftliche Klima, im dem das Attentat möglich wurde. Es zeichnet die verdrängte Tradition des rechten Terrors und die Entstehung eines neuen, radikalen Milieus nach, das bis in die Parlamente reicht. Es rekonstruiert die Arbeit der Ermittler, wertet interne Akten des Verfassungsschutzes aus, legt die Strategien des Rechtsterrorismus offen – und die wachsende, sich wandelnde Bedrohung von rechts.

Erschienen am 21. April 2021. Im Buchhandel als Paperback, E-Book und Hörbuch erhältlich. Weitere Informationen und eine Leseprobe gibt es direkt bei Rowohlt.

Bei der Bundeszentrale für politische Bildung und folgenden Landeszentralen ist eine vergünstigte Sonderausgabe (ohne die Dokumentation der Namen der Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 im Buchumschlag) erhältlich: Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein.

Pressestimmen

„Der freie Journalist schildert nicht nur die teilweise anrührende Geschichte des Opfers und die erschreckende Biografie des Mörders Stephan Ernst. Er referiert nicht nur die Erkenntnisse aus dem Gerichtsprozess, der im Frühjahr mit der Verurteilung von Ernst zu einer lebenslangen Haftstrafe endete. Ausgehend von diesem Fall zeigt das Buch die breite Spur rechter Gewalt, die sich durch die Bundesrepublik zieht. Stark ist das Buch, wo das Zusammenspiel individuellen Handelns und gesellschaftlicher Stimmungen greifbar wird.“

Tanjev Schultz, Süddeutsche Zeitung
 

„Auf der Grundlage ausführlicher Recherchen fasst Steinhagen nicht nur die Erkenntnisse zum Mord an Walter Lübcke zusammen und gewährt aufschlussreiche Einsichten in die Arbeit des hessischen Verfassungsschutzes. Seine große Leistung besteht in der Kontextualisierung der Tat. […] Der Leser bekommt präzise Einblicke in den gegenwärtigen Rechtsextremismus, seine Tradition, seine (natürlich) bestens vernetzten Protagonisten und seine über Jahrzehnte gewachsenen Strukturen. […] Das alles schildert Steinhagen nüchtern und ohne Pathos. Wo es nötig ist, bleibt Raum für Differenzierungen. Und an den entscheidenden Stellen ist der Ton einfühlsam – dort, wo es um die Opfer und ihre Hinterbliebenen geht.“

Marlene Grunert, Frankfurter Allgemeine Zeitung
 

„Der Frankfurter Journalist Martín Steinhagen eine [hat] lesenswerte Darstellung der Hintergründe des Verbrechens vorgelegt, in der er die Verbindungslinien des Täter zur rechtsextremistischen Szene und die gesellschaftspolitischen wie geschichtlichen Zusammenhänge des bundesdeutschen Rechtsterrorismus beleuchtet. Sein Buch […] geht dabei über die Einzeltat hinaus und zeigt faktenreich auf, wie sich der Mord an dem CDU-Politiker in die Kontinuität politischen Terrors von rechts einordnet.“

Andreas Förster, Der Freitag
 

„Die Einzelheiten, die Martín Steinhagen in seinem Buch zur Vorgeschichte und zum konkreten Anlass der Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke schildert, sind und bleiben erschreckend.“

Rupert von Plottnitz, Frankfurter Rundschau
 

„Stellenweise fesselt das Sachbuch wie ein Krimi.“

Matthias Lohr, Hessisch-Niedersächsische Allgemeine
 

„Steinhagen zeigt, dass rechte Gewalt nach dem Zweiten Weltkrieg nie verschwunden war.“

Johanna Treblin, nd
 

„Eine Mahnung an alle aufrechten Demokraten, nicht wegzusehen und dagegenzuhalten.“

Harald Meißner, EKZ Bibliotheksservice
 

Weitere Besprechungen und Berichterstattung: Berliner Zeitung, Allgäu Rechtsaußen, taz, Mediendienst Integration, der rechte rand, Lotta, Journal Frankfurt (Ausgabe 06/21), FSK Hamburg, Wiesbadener Kurier, Borromäusverein, krachfink, Leipziger Zeitung, German Daily News

Interviews: Tagesspiegel, NDR Kultur (1, 2), Podcast „Eine Stunde History“ von Deutschlandfunk Nova, ttt – titel thesen temperamente, hr2 kultur, WDR 3 Resonanzen, Der Standard, Deutschlandfunk-Sendung Andruck, RTL Hessen, Belltower.News, hessenschau.de, Deutschlandfunk Kultur, Podcast „Literatur und Politik“ der Landeszentrale für politische Bildung Hessen, Radio Lohro, Endstation Rechts.

Vorabdrucke auf ZEIT ONLINE und in der Frankfurter Rundschau.

Termine 2022
  • Montag, 4. Juli, 18 Uhr, Stuttgart: „Walther Rathenau - Walter Lübcke. Linien rechter Gewalt in Deutschland“. Im Rahmen der Vortragsreihe der Bibliothek für Zeitgeschichte und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg mit Florian Huber.
  • Freitag, 3. Juni, 18 Uhr, Langen: Buchvorstellung auf Einladung der Partnerschaft für Demokratie im Petrus-Gemeindehaus.
  • Montag, 30. Mai, 19 Uhr, Nordhausen: Buchvorstellung auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen im Ratssaal der Stadtbibliothek. Eintritt frei.
  • Freitag, 13. Mai, 11 Uhr, Frankfurt: Buchvorstellung und Diskussion im Rahmen der Europawoche der Ziehenschule.
  • Freitag, 22. April, 19 Uhr, Bremen: Buchvorstellung auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Bremen im Kulturzentrum Kukoon.
  • Freitag, 11. März, 17 Uhr, Ulm: Buchvorstellung bei den Ulmer Denkanstößen im Stadthaus.
  • Freitag, 4. März, 20 Uhr, Stadthagen: Buchvorstellung im Kulturzentrum Alte Polizei. Verschoben. Neuer Termin folgt.
  • Donnerstag, 27. Januar, Kassel: Gespräch und Diskussion in der Vorlesung „Was ist Politikwissenschaft?“ von Maximilian Pichl an der Universität Kassel.
  • Mittwoch, 19. Januar, 18.15 Uhr, Frankfurt: Buchvorstellung am Fritz-Bauer-Institut in Frankfurt.
Termine 2021
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